Musikalische Partnerschaft, künstlerische Unmittelbarkeit und lustvolle Entdeckerfreude zeichnen das Liedduo mit der Walliser Sopranistin Franziska Heinzen und dem britisch-polnisch-deutschen Pianisten Benjamin Mead aus.

Mit ihren fein abgestimmten Programmen zwischen Standardrepertoire und Trouvaillen von der Klassik bis zeitgenössischen Werken und Uraufführungen ist das Liedduo willkommener Gast an internationalen Festivals und Konzertreihen, so u. a. am Düsseldorf Festival, dem Schumannfest, an der Schubertiada Vilabertran Barcelona oder bei Andermatt Music.

Ihre von der Fachpresse hochgelobte Diskographie mit 4 CDs rund um Les Six, Komponistinnen sowie zwei Hommagen an die Schweizer Liedkunst dokumentiert ihre künstlerische Vielseitigkeit und innovative Programmgestaltung. Gemeinsam gründeten sie 2018 das Rhonefestival für Liedkunst im Kanton Wallis.

Konzerttätigkeit

Das Liedduo lernte sich an der Hochschule für Musik in Düsseldorf kennen und blickt mittlerweile auf über 20 verschiedene Liedprogramme mit traditionellem wie unbekanntem Repertoire in internationalen Aufführungen zurück. Sowohl in ihren Rezitalen als auch auf ihren CD-Einspielungen setzt das Liedduo auf die geschickte Kontextualisierung und Aktualisierung von bekanntem und noch zu entdeckendem Repertoire – eine sorgfältige Kuration und Interpretation, die schnell zu ihrem Markenzeichen geworden ist.

Diskografie

Ihre 2020 erschienene CD zur Komponist:innen Les Six wurde von der Fachwelt sowohl für ihre innovative Konzeption als auch die herausragende Interpretation hochgelobt. Die dreisprachige CD mit Werken von 24 Komponistinnen, die 2021 unter anderem für den Opus Klassik nominiert wurde, erweitert das Repertoire um bedeutende Beiträge weiblicher Komponisten. Ihr drittes Album Lieder us um Tal (2023) widmet sich der Schweizer Liedkunst mit Werken von 13 Komponist:innen, darunter aussergewöhnliche Trouvaillen aus Franziskas Walliser Heimat. 2025 folgt eine weitere Hommage an das Schweizer Kunstlied in Kooperation mit der Zentralbibliothek Zürich unter dem Titel Swiss Love – Der Liebe Leid und Lust.

Inspiration

Das Duo lebt und pflegt die Tradition des Liedes mit grosser Hingabe, ohne dabei die Authentizität aus den Augen zu verlieren. Sie wurden als Stipendiaten der Britten-Pears Young Artists ausgezeichnet und haben zahlreiche Meisterkurse bei renommierten Pianisten und Liedexpert:innen wie Wolfram Rieger, Hartmut Höll, Anne Le Bozec, Malcolm Martineau, Graham Johnson, Deen Larsen, Julius Drake, Richard Stokes, Konrad Richter und Ulrich Eisenlohr besucht.

Ein Festival für die Liedkunst

Gemeinsam gründeten sie 2018 das Rhonefestival für Liedkunst inmitten der Schweizer Alpen im Kanton Wallis. Sowohl bei traditionellen Liederabenden im Rittersaal von Brig als auch bei Freilicht-Liedproduktionen setzt das Festival auf die Aktualisierung des Liedes durch soziokulturelle Themenabende und die Kontextualisierung durch besondere Orte oder Szenerien. Neue Akzente werden zudem durch die internationale Ausschreibung #Liedinnovation gesetzt. Seit 2019 fördert das Festival mit dem Sommerkonzert #Swissness gezielt das Schweizer Liedschaffen.

Preise und Auszeichnungen

2017 gewann das Liedduo den ersten Preis beim 2. Internationalen Lied-Wettbewerb Rhein-Ruhr sowie den zweiten Preis beim Sieghardt-Rometsch-Wettbewerb für Kammermusik. Im gleichen Jahr wurde das Duo für sein künstlerisches Schaffen mit dem Kulturförderpreis Musik der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet.

Kuratierte Liedprogramme

Beim Düsseldorf Festival präsentierte das Liedduo Heinzen/Mead während einer Schifffahrt den “Rheinischen Liebeszauber”. Vertonungen Goethes und der empfindsamen Dichter standen im Zentrum ihres Debüts beim Schubert-Zyklus der Schubertiada a Vilabertran in Barcelona. Das Goethe-Thema griff das Duo erneut anlässlich Goethes 275. Geburtstag im Jahr 2024 bei den Schweizer Festivals Rhonefestival für Liedkunst sowie bei den Goethe-Tagen von Andermatt Music auf – mit einem Programm, das Goethes Frauenfiguren in Vertonungen von Schubert, Loewe, Wolf, Liszt und Tschaikowsky sowie einer Uraufführung von Valentin Ruckebier vorstellte.

In der Konzertreihe Im Zentrum Lied in Köln präsentierten sie einen zeitgenössischen Liederabend. Zum 200. Geburtstag von Clara Schumann spielte das Duo ein Programm mit Werken von 24 Komponistinnen, das beim Schumannfest Düsseldorf und dem Rhonefestival für Liedkunst (Livemitschnitt SRF 2 Kultur) aufgeführt wurde – mit Liedern von der Romantik bis in die Gegenwart.

Weitere Programme befassen sich mit Dichtern wie Rainer Maria Rilke (Livemitschnitt SRF 2 Kultur sowie in einer erweiterten Fassung auf CD) und Gottfried Keller, stellen Claude Debussy und Leonard Bernstein gegenüber oder laden zu einem musikalischen 7-Gang-Menü von Schubert bis The Beatles ein. 2022 erweiterten sie ihr Repertoire um den szenischen Liederabend Shakespeares Grüfte – Frauen zwischen Liebe, Macht und Wahnsinn sowie 2026 mit einem ersten Liedprogramm für das jüngste Publikum.

Historisch/thematisch

Schweizer Kunstlied

Szenisch

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