AKTUELL: Interview auf WDR3 Tonart im Rahmen des Liederabends am Bonner Liedersommer „Traumgekrönt – Hommage à Rilke“. ZUM INTERVIEW

Das im Herbst 2014 in Düsseldorf gegründete Liedduo mit der Schweizer Sopranistin Franziska Andrea Heinzen und dem britisch-polnischen Pianisten Benjamin Malcolm Mead  widmet sich neben Werken klassischer Lied-Komponisten wie Franz Schubert oder Hugo Wolf mit Begeisterung und Neugier dem selten aufgeführten Liedgut bis hin zur Zeitgenössischen Musik.

Mit ihren fein abgestimmten Konzertprogrammen begeistern sie mittlerweile ein Publikum durch halb Europa; so mit ihrem Rheinischen Liebeszauber-Programm während einer Schifffahrt im Rahmen des Düsseldorf Festivals oder mit Vertonungen von Goethe und den empfindsamen Dichtern im neuen Schubertzyklus der Schubertiada a Vilabertran im Auditori von Barcelona. Das Konzert Traumgekrönt – Hommage à Rilke am diesjährigen Rhonefestival für Liedkunst wird von der SRF2-Sendung Im Konzertsaal aufgezeichnet und im September 2018 ausgestrahlt.

2017 gewann das Liedduo den zweiten Preis am Sieghardt-Rometsch-Wettbewerb für Kammermusik sowie den ersten Preis am 2. Internationalen Lied-Wettbewerb Rhein-Ruhr in Ratingen. Dieser Preis ist u.a mit einem Liederabend in der Reihe Im Zentrum Lied in Köln im Frühjahr 2019 verbunden. Ausserdem wurde das Liedduo für sein künstlerisches Schaffen mit dem Kulturförderpreis Musik 2017 der Landeshauptstadt Düsseldorf ausgezeichnet.

Wichtige Impulse erhielt das Liedduo von Ulrich Eisenlohr, Boguslaw Strobel, Hans Eijsackers sowie an Meisterkursen bei Wolfram Rieger, Hartmut Höll, an der Deutschen Liedakademie, der Internationalen Hugo Wolf Akademie (Graham Johnson, Elly Ameling), den Udo Reinemann International Masterclasses (Malcolm Martineau, Olaf Bär, Roberta Alexander) in Brüssel sowie als Teilnehmer des Britten-Pears Young Artist Programme in Aldeburgh (Julius Drake, Richard Stokes, Christoph Prégardien).

 

KONZERTPROGRAMME

  • Zierde oder Meisterin? Zum 200. Geburtstag Clara Schumanns (Herbst 2019)

    Clara Schumanns 200. Geburtstag ladet zum Innehalten ein: Bis heute stehen Komponistinnen oftmals im Schatten Ihrer Ehemänner, Brüder oder schlicht ihrer männlichen Kollegen. Der Liederabend ergründet das musikalische Warum und stellt manche Trouvaille der Liedkunst aus der Feder von Komponistinnen wie Clara Schumann, Fanny Hensel-MendelssohnGrażyna Bacewicz oder Anny Roth-Dalbert vor.

 

  • Hommage à Gottfried Keller (Juli/Herbst 2019)
    Eine Hommage an den Schweizer Dichter Gottfried, der 2019 seinen 200. Geburtstag feiert. Ein lecture-Konzert, das da Leben Kellers in Musik und Worten mit Werken von Othmar Schoeck, Wilhelm Baumgartner, Hugo Wolf u.a. nachzeichnet.

 

  • Klangspektren (2019)

    Dieser dem modernen und zeitgenössischen Kunstlied gewidmete Konzertabend zeigt auf, dass sich die Komponisten unserer Zeit gerne auf uralte Fragen einlassen und durch ihre Musik mit teilweise ungewöhnlichem Stimmeinsatz erhellende, erfrischend neue klangliche Antworten finden. Die beiden Musiker wählen für das Programm mystische weibliche Welten, deren Rätselhaftigkeit das männliche Geschlecht in Gestalt von Arnold Schönberg, Hans Pfitzner, Moritz Eggert, Wilhelm Killmayer, Wolfgang Rihm und Alexander Muno immer wieder neu inspiriert. Ein nicht-feministischer Abend für Liebhaber des zeitgenössischen Lieds.

 

  • Debussy, Bernstein & friends (2018)

    Zwei Jubilare: 2018 jährt sich der Todestag des Meisters des französischen Impressionismus Claude Debussy zum 100. Male. 2018 hätte Leonard Bernsteins, Dirigent, Musicalkomponist und humoresk-eigensinniger Liedkomponist seinen 100. Geburtstag gefeiert. Feiern wir ihr herausragendes Schaffen, zusammen mit ihren engsten Komponistenfreunden wie Maurice Ravel, Igor Stravinsky, Erik Satie, Samuel Barber und Aaron Copland.

 

  • Schubert & Wolf (2018)
    Über die Suche der Liebe, das Verliebstein und Lieben und Geheimnisse der Nacht: Zwei geniale Neuschöpfer ihrer Zeit. Franz Schubert begründete das Kunstlied an sich, Hugo Wolf wagt mit seinen Miniaturen den Schritt in die Moderne.

 

  • Traumgekrönt: Hommage à Rilke (2018)

    Eine Hommage an den großen Wort-Schöpfer des 20. Jahrhunderts Rainer Maria Rilke. Seine Gedichte inspirierten ein gesamtes Jahrhundert bis in die Zeitgenössische Musik zu hoch emotionalen, kongenialen musikalischen Kunstwerken – nur wenige Lyriker haben in der Musik mit rund 170 Kunstliedern von Alma Mahler über Leonard Bernstein, Inger Wikström bis hin zu Paul Hindemith, Samuel Barber und Aribert Reimann eine so sichtbare Spur hinterlassen.

 

  • Schubert: Goethe und die Empfindsamen Dichter (2018)

    Das Konzertprogramm führt von der heiteren Leichtigkeit des Frühlings über das liebliches „Äugeln“ eines verliebten, liebenden und brennenden Herzens in die Betrachtungen der schönen (nächtlichen) Natur. In den Liedern der Mignon scheinen sich all diese Gefühle und Erlebnisse zu verweben und zu musikalischer Reinform zu verdichten. Die Gefühls rauschende Lyrik der empfindsamen Dichter wie Matthisson, Klopstock, Claudius und Hölty waren zu Schuberts Zeiten sehr populär und boten Schubert ein schier unerschöpfliches Material, sich in Ausdruck und Kompositionsstil innerhalb weniger Jahre auszuprobieren. Danach wandte er sich, der aufkommenden Romantik nacheifernd, romantischen Dichtern wie Goethe zu, wobei sich auch sein Kompositionsstil deutlich vertiefte.
    Mit Schubert-Liedern in Vertonungen von Wolfgang Goethe sowie Ludwig Hölty, Johann Peter Uz, Friedrich von Matthisson, Matthias Claudius, Friedrich Gottlieb Klopstock und Johann Gaudens von Salis-Seewis.

 

  • Schubert im Spiegel Zeitgenössischer Liedkompositionen (2018)

    Die Liebe und die Natur scheinen Komponisten von Schubert bis heute zu faszinieren. Wer möchte nicht das unbeschreibliche Gefühl der Liebe oder die wahrhaftige Schönheit der Natur zu verewigen? In der Musik scheint dies wenigstens für einen ausgedehnten Augenblick zu gelingen.
    Mit atemberaubenden Werken von Schubert sowie György Ligeti, Witold Lutosławski, George Crumb, Aribert Reimann, Alexander Muno, Wolfgang Rihm und Manfred Trojahn.

 

  • Rheinischer Liebeszauber (2017)

    Der Rhein, die Loreley. Scheinbar ewig begleiten sagenumwobene Geschichten und schaurig-schöne Mären von Nixen und Sirenen das Bild des großartigen Stroms. Neben der wunderbaren Musik durfte an der Premiere des Liedprogrammes auch die Düsseldorfer Skyline bei Nacht bewundert werden, nämlich von einer musikalisch-nächtlichen Rhein-Schifffahrt aus am Düsseldorf Festival 2017.
    Mit Liedern von Robert und Clara Schumann und vertonten Texten Heinrich Heines sowie französischen Werken von Lili Boulanger, Claude Debussy und Gabriel Fauré.

 

  • Zwischen Ost und West, Raum und Zeit (2017)

    Ein Liederabend mit Werken des Liedermeisters Franz Schubert (1797–1828) bis hin zu exotischen Klängen des zeitgenössischen indischen Komponisten Param Vir (*1952): Seit jeher dient das Anderswo in Lyrik und Musik als Antipode zur poetischen Gestaltung (Tafazoli) räumlicher und seelischer Distanzen. So erklingt in diesem Liedrezital der Ostwind als Botschafter der Liebe, Raum und Zeit werden überwunden.
    Die Figuren Hatem und Suleika des west-östlichen Divans (Goethe, erschienen 1819) werden zum Synonym poetischer und realer Liebschaften – in der ursprünglich überpersönlichen persischen Gedichtsammlung wie das im eigenen Kulturkreis sich spiegelnde Liebesschicksal der geheimen und poetisch inspirierenden Liebe zwischen Wolfgang von Goethe und Marianne von Willemer.
    Mit Werken von Franz Schubert, Param Vir, Arnold Schönberg und Hugo Wolf.

 

  • Unbekanntes Liederreich (2017)

    Das Konzertprogramm entführt Sie in unbekannte Gefilde des romantischen und spätromantischen Liedguts abseits der bekannten Liedkomponisten. Im Mittelpunkt stehen die so genannten „Schlesischen Schumannianer“, die den großen Robert Schumann bereits zu Lebzeiten verehrten, seinem Kompositionsstil nacheiferten und musikalische Preziosen komponierten. Hierfür vertonten die heute (fast) vergessenen Liedkomponsiten Julius Stern, Witold Lutosławski, Bolko von Hochberg, Robert Radecke sowie der niederländische Zeitgenosse Samuel de Lange jr. Gedichte bekannter Dichter wie Heinrich Heine, Friedrich Rückert oder Nikolaus Lenau.
    Mit ausgewählten Werken diesen Programmes gewann das Liedduo den ersten Preis am Liedduo-Wettbewerb Rhein-Ruhr 2017.

 

  • Frühlingsduft im Mondenschatten (2016)

    Mit dem Frühling verbinden sich Liebe und ungetrübte Freude, während der Mond auf die Sehnsucht und sein Schatten auf die Kehrseite des Glücks hindeuten. Beide Aspekte sind in Liedern des Schweizer Othmar Schoecks, der französischen Komponisten Claude Debussy und Olivier Messiaen sowie den Lied-Wegbereitern des 20. Jahrhunderts Hugo Wolf und Richard Strauss zu erhören.