Die Abwechslung zwischen kontemplativer geistlicher Musik, intimem Liedpodium und dramatischen Opernszenen zieht mich in den Bann. Aufgewachsen in den Walliser Alpen, fühle ich mich in der Einsamkeit pulsierender Großstädte zu Hause – und sehne mich doch nach der Geborgenheit der heimatlichen Berge.
VON DER OPERNBÜHNE...

Die Schweizer Sopranistin Franziska Andrea Heinzen debütierte am Theater Trier als „herausragende Mozartstimme“ in der Rolle des Annio (La clemenza di Tito), den sie am Theater Ulm als Einspringerin wiederaufleben ließ. Am Theater Hagen wurde sie kurzfristig als Cover für Mozarts Susanna (Le nozze di Figaro) engagiert. Des weiteren war sie u.a. in der Rolle der Creative Director der Opern-Uraufführung „Liquid Crystal Display“ (Zürich) sowie bis 2015 im lyrischen Mezzosopranfach als Ruggiero (Alcina), Idamante (Idomeneo) und Isolier (Le comte Ory) zu erleben.

...ÜBER BETÖRENDEN ORCHESTERKLANG

Heinzens äusserst vielseitiges Konzert-Repertoire spannt sich von Monteverdis Marienvesper über klassische Werke wie Mozarts c-moll Messe oder Haydns Schöpfung bis bin zur Moderne und zeitgenössischer Musik mit Bergs 7 frühen Liedern, Mahlers 4. Symphonie oder kammermusikalischen Werken bis in die Zeitgenössische Musik zu. Sie arbeitete mit zahlreichen Orchestern wie dem Ensemble Recherche, den Bergischen Symphonikern, dem Beethoven Academy Orchestra, dem Orchestre de chambre fribourgeois, dem Zürcher Kammerorchester sowie der Camerata Schweiz zusammen und berührt umgeben und getragen von Klang zu authentischen und unmittelbaren Interpretationen.

...AUF DAS AUSDRUCKSSTARKE LIEDPODIUM

Fasziniert von der dichten Verwebung zwischen Musik und Lyrik, neugierig auf ein breites stilistisches Spektrum sowie künstlerisch befreit in der Programmation von Liederabenden widmet sie sich seit 2015 intensiv dem Kunstlied. Zusammen mit dem deutsch-britisch-polnischen Pianisten Benjamin Malcolm Mead begeistert sie als Liedduo mittlerweile ein Publikum durch halb Europa: Im Rahmen des Düsseldorf Festivals 2017 erklang während einer Schifffahrt ein „Rheinischer Liebeszauber“, Vertonungen Goethes und den empfindsamen Dichtern waren Leitgedanke ihres Debüts am Schubertzyklus Schubertiada a Vilabertran in Barcelona 2018. In der Kölner Konzertreihe Im Zentrum Lied erklang 2019 ein zeitgenössischer Liederabend rund um das altehrwürdige Frauenbild. Ebenso 2019 ehrte das Liedduo den Schweizer Dichter Gottfried Keller mit einer Schweizer Lied-Tournee sowie das Schaffen von 20 Komponistinnen von der Romantik bis in die zeitgenössische Musik rund um den 200. Geburtstag von Clara Schumann am Schumannfest in Düsseldorf sowie am Rhonefestival für Liedkunst in der Schweiz. Dieses Rezital – wie auch ihr Rilke-Rezital 2018 – wurde vom Schweizer Radio SRF 2 Kultur ausgestrahlt; letzteres von BBC Radio 3 in England weiterverbreitet. 2021 erscheint die Debüt-CD rund um die Komponistengruppe “Les Six” des Liedduos beim Label “Solo Musica” München.

PREISE, AUSZEICHNUNGEN & MEHR

Franziska Heinzen ist Britten Pears Young Artist, Stipendiatin des Richard Wagner Verbands Dortmund, der Madeleine Dubuis Stiftung sowie MusikPro des Kantons Wallis. 2017 erhielt sie den Kulturförderpreis des Kantons Wallis sowie als Liedduo den Kulturförderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf. Während des Studiums sang Franziska mehrere Jahre im Kammerchor Stuttgart, seit 2018 ist sie freie Mitarbeiterin des SWR Vokalensembles. Ihr Interesse an den Künsten – und somit am Menschen und dessen sozialästhetische Geschichte – stillte sie parallel zu ihrer Konzerttätigkeit durch ein Studium der Kunstgeschichte (M.A.) an den Universitäten von Zürich und Düsseldorf.

AUSBILDUNG

Franziska Andrea Heinzen studierte an den Musikhochschulen von Zürich und Düsseldorf. Ihre Ausbildung schloss sie nach einem Pädagogik-Master in Zürich sowie einem Opern-Master mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung bei Jeanne Piland ab. Meisterkurse bei  Hedwig Fassbender, Krisztina Laki, Renée Morloc und Christiane Iven sowie Liedspezifische Meisterkurse u.a. bei Wolfram Rieger, Ulrich Eisenlohr, Malcolm Martineau und Hartmut Höllvervollständigen ihre Ausbildung. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie seit 2018 mit Konrad Jarnot.

EIN FESTIVAL FÜR DIE LIEDKUNST

Seit jeher interessiere ich mich für Konzertprogramme, die sich auf mehreren Ebenen verbinden, die über den Rezital-Tellerrand hinaus gehen und die in großer Leidenschaft und Qualität vermittelt werden. Im Rhonefestival für Liedkunst verbinde ich meine Leidenschaft für das Kunstlied mit der Faszination meiner heimatlichen Schweizer Berge. Aus einer lange schlummernden Idee wurde plötzlich Wirklichkeit: 2017 gegründet, verzückt das Rhonefestival seit 2018 jährlich Liedfreunde, Neugierige, Skeptiker und Literaturbegeisterte. Die dritte Edition musste leider teilweise abgesagt/verschoben werden. Während der Corona-Zeit ist der Lieder.Garten entstanden, der jeweils samstags im Juni und Juli Live-Musik rund um das Kunstlied im Stockalpergarten in Brig präsentierte.

WIE ALLES BEGANN

Als Tochter eines geigenden Mediziners und einer Medizin interessierten Organistin, Chordirigentin und Klavierpädagogin war ich stets mit Musik von Bach bis Comedian Harmonists umgeben. Mit fünf Jahren begann ich mit dem Violoncellospiel, das ich in diversen Orchestern und im Streichquartett bis zum Abitur mit Leidenschaft pflegte. Früh begeisterte ich mich für das gemeinsame Singen, erst im Kinderchor, später im Schweizer Jugendchor und dem Oberwalliser Vokalensemble. Und doch wollte ich erst Medizin studieren… Aber ein Solo-Auftritt mit Orchester riss mich endgültig in den Bann des Gesanges! Franziska Andrea Heinzen lebt und arbeitet in Brig/Zürich, London und Düsseldorf.

PRESSESTIMMEN

“Was Franziska Andrea Heinzen daraus [Grieg-Zyklus op. 48] macht, ist beeindruckende Liedkunst. Klangschön und mit variabler Dynamik und ausdrucksstarker Dramatik interpretiert sie die Texte. Meist melancholisch, manchmal auch keck, aber immer charmant. Die Aussagen sind ihr wichtig, den Seelenschmerz, den sie leise, zart und sensibel ausdrückt, um dann wieder voller optimistischer Emotionen ins Fortissimo zu gehen. Und eines beeindruckt besonders: Heinzen singt ihr textlich und tonal äußerst schwieriges Programm völlig auswendig. Kein Liedblatt und keine Notenmappe hindert sie daran, ihre gesangliche und mimische Kunst zu präsentieren. Auch nicht bei den Liedern von Claude Debussy in französischer Sprache oder bei den Vertonungen Alban Bergs, eines Schülers von Arnold Schönberg, die durch einen gehörigen Schuss Atonalität besonders anspruchsvoll sind.“ Wolfgang Leipold 9.2020

“Der dezent kehlige, nie spitze, vielmehr warme Sopran der Schweizerin leuchtete mit schön schwingendem, feinem Vibrato. Franziska Heinzen erwies sich als Interpretin großer gestalterischer Gabe, variierte dynamisch fein, ließ Töne wunderbar anschwellen, meisterte weite Tonumfänge, hohe wie tiefere Lagen mühelos und ohne hier oder dort stimmlich nachzulassen. Die Intonation war durchwegs makellos. Und zuletzt, bei den drei (!) Zugaben – Clara Schumann “Am Strande”, Alma Mahlers “Laue Sommernacht” und ein Mundart-Lied aus ihrer Walliser Heimat – ließ die Sängerin gar ein Talent für publikumsnahe, humorvolle Moderation aufblitzen.” aww 9.2020

“Von Dora Pejacevic bringt Heinzen vier Lieder aus den Mädchengestalten zu Gehör. Gelegenheit genug, das perfekte Zusammenspiel der Sängerin und ihres Begleiters zu genießen. Hier braucht es keinen Notenständer zur Sicherheit der Sängerin oder bedeutsame Blicke zwischen den beiden, um Einsätze abzustimmen. Mead spielt hochkonzentriert und wunderbar artikuliert. Mit Alban Bergs Umsetzung von Traumgekrönt aus Sieben frühen Liedernverabschiedet sich das Duo aus einer kurzweiligen, genussvollen ersten Hälfte. Nach der Pause haben die beiden noch ein besonderes Erlebnis parat. Sie präsentieren Arbeiten von Rilke, die man – in Deutschland – im Allgemeinen kaum kennt: Französische Texte. Paul Hindemith hat sich damit kompositorisch um 1942 befasst. Vier Lieder gibt Heinzen zum Besten, ehe sie das Niveau noch mal ganz nach oben schraubt. Aus dem Jahr 2014 stammen die Kompositionen der Cinq fragments français von Aribert Reimann. Da geht es auch bei Heinzen nicht mehr ohne Notenblätter und Stimmgabel. Das Duo bewältigt die Anforderungen „mit Leichtigkeit“. Chapeau! Einen großartigen Abschluss liefern die beiden Musiker mit Samuel Barbers Interpretationen von fünf weiteren Liedern aus den Mélodies passagéres. Wenn es an dieser Aufführung etwas auszusetzen gibt, dann ist es das dürftige Programmheft, das dem Publikum keine Texte respektive Übersetzungen an die Hand gibt. Von allem anderen sind die Besucher begeistert. Insbesondere, als Heinzen als Zugabe Alma Mahlers Bei dir ist es traut gefühlvoll ohne jeden Kitsch wiedergibt. Ein krönender Abschluss.” Zerban, O-ton online Magazin, Juli 2018

“Berührende „Nachklänge im Echoraum“ – Neue Musik, interpretiert von jungen Künstlern, wie dem von Alexander Sinan Binder geführten Instrumentalensemble „Ensemble Revision“, dem „Vokalensemble Crescendo“ unter der Leitung von Volker Hagemann und der grandiosen Sopranistin Franziska Andrea Heinzen. … Auf Schnebels „Wagner-Idyll“ folgen Auszüge aus seinem „Mild und leise“, betroffen machende Ingeborg Bachmann-Gedichte aus der Krisenzeit der Trennung von Max Frisch, durchwirkt mit Fetzen aus dem Tristan-Libretto; Husten, Röcheln und ersticktes Atmen der todkranken Bachmann wird imaginiert und Heinzens Stimme – gehaucht, geflüstert, gefetzt – werfen die Zuhörer in ein emotionales Schüttelbad. Wagners Musik, eingebunden in Schnebels unerhörte Klänge.” Mannheimer Morgen 5. Juni 2018

“Franziska Andrea Heinzen sang das umfangreiche Lied-Programm mit reiner, leuchtender, höhensicherer Stimme. Sie tat dies mit sehr guter Diktion, wunderbar phrasierend und die Texte mit Kraft, mit fühlbarer Empfindung und auch großem Respekt ausdeutend. Es gelang ihr immer wieder, das rein Erzählende des Textes vom Leidenschaftlichen und Dramatischen zu trennen. So bekam ihr Liedvortrag Struktur und Form. Er wurde noch durch die vollkommende Zusammenarbeit mit dem Klavier erhöht. Pianist Mead glänzte durch Virtuosität, vielfältig angepassten Anschlag, sehr überzeugende dynamische Präsenz, durch Musikalität und glückliche, gezielte Ausgestaltung in den notwenig werdenden Vor-, Zwischen- und Nachspielen. Durch das Zusammenwirken von Klavier und Stimme kamen so Kunstwerke faszinierender Qualität zustande.” ag, Walliser Bote, Mai 2018

“Das bestens eingespielte Duo brillierte… Mead setzt dezent und pointiert Akzente am Klavier, Heinzens ausdrucksstarke und schöne Stimme passt sich Text und Musik, je nach thematischer Vorgabe, variantenreich an. Kraftvoll, klar und hingebungsvoll der Gesang, technisch perfekt und in feinsten Abstimmungen präzise die Pianobegleitung. Heinzen sang zweieinhalb Stunden ohne Textbuch, was besonders bei den Prosapassagen aus Alma Mahlers Tagebuch, vertont von Manuela Kerer, schwierig ist. Denn es fehlt jeder Reim und Rhythmus, welcher Orientierung böte. Im zweiten Teil wurde es klassisch, was die Textvorlagen anbelangt. Die Ophelia- und Cleopatralieder Shakespeares in der Vertonung von Richard Strauss, Wolfgang Rihm und Alexander Muno boten Heinzen Gelegenheit, ihre meisterhafte Interpretationskunst lyrischer Vorlagen zu zeigen. Nach so viel Modernem konnten Mignons Gesänge (Schubert/Goethe) auch oder weil es Bewährtes ist, nicht minder gefallen.” Michael Schardt, Kölnische Rundschau

Liedwelt Rheinland-Interview im Rahmen des Liedduo-Wettbewerbs Rhein-Ruhr, April 2017

“Es muss fast so sein wie in einer Ehe: Da wird gestritten, aber auch geliebt”

Seit 2014 konzertiert sie erfolgreich als Liedduo mit dem Pianisten Benjamin Malcolm Mead. Im April 2017 gewann das Liedduo den 1. Preis am 2. Internationalen Lied-Wettbewerb Rhein-Ruhr mit Schwerpunkt “Osteuropäisches Kunstlied” in Ratingen. Der Preis ist unter anderem mit einem Liederabend bei Im Zentrum Lied in der Spielzeit 2018/2019 verbunden.

Im März 2018 stand das Debüt mit einem Schubert-Zyklus bei der Schubertìada a Vilabertran in Barcelona an. Juvetudes de musica españa ehrte das Liedduo mit einem Sonderpreis für ein Liedrezital in der Saison 2017/2018 in Spanien. Das Liedduo erhielt den Kulturförderpreis Musik 2017 der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Lieber ist mir ein zwar kleines, aber aufmerksames Publikum als große Massen

Franziska Heinzen: Auf jeden Fall ist das Kunstlied eine „Nische“, aber es gibt so viele Initiativen und Veranstaltungen sowohl mit Arrivierten wie auch mit „rising stars“, das macht durchaus Mut, sich mit dem Kunstlied zu beschäftigen. Mir ist auch ein zwar kleines, aber aufmerksames Publikum lieber als große Massen. Und, ja – die intime Kunstform des Liedes hat definitiv eine Zukunft, gerade auch in unserer Zeit.

Wir verehren die „Klassiker“ wie etwa Franz Schubert als den Liedkomponisten schlechthin

Benjamin Mead: Natürlich sind die „Spätromantiker“, wie sie jetzt hier beim Wettbewerb gefragt waren, also Leute wie Szymanowski, Berg oder Schönberg, großartig und gefallen uns ihre Lieder sehr. Aber ebenso verehren wir die „Klassiker“ wie etwa Franz Schubert als den Liedkomponisten schlechthin ganz besonders. Wir haben aber keine direkte Präferenz, wenn es sich nur um erstrangige Kompositionen handelt,..

Heinzen: …und man darf auch das 20. Jahrhundert nicht vergessen, ebenso nicht das 21. Eine „Nische“ in der Nische wie die Lieder von Lutoslawski, die wir hier beim Preisträger-Konzert präsentiert haben. Diese Musik bietet so viel an neuen Farben und Techniken des Vortrags, die unbedingt dem Publikum bekannt werden müssen, um Ohren und Augen zu öffnen für die Kunst unserer Zeit.Mead: Weil wir beide das Lied sehr lieben, haben wir ein, wie ich sagen möchte, sehr gesundes Gleichgewicht in unserer Duo-Partnerschaft. Wir schätzen die Meinung des jeweils anderen sehr und hören uns gegenseitig zu. Das geht oft bis in Einzelheiten, wo jeder seine Ideen mit einbringt, wie man bestimmte Details des Textes beipielsweise dem Publlikum am besten präsentieren könnte, oder habe ich jetzt als Pianist zu viel gesagt?

Ich kann ohne Pianisten nichts anfangen, und er auch nichts ohne den Sänger.

Heinzen: Nein! Denn einerseits soll zwar der Pianist nicht zu sehr „auffallen“, aber auch die Sängerin sollte das nicht, denn es ist eben eine Kunst für zwei, und die müssen gleich berechtigt sein: Ich kann ohne Pianisten nichts anfangen, und er auch nichts ohne den Sänger.

Das gibt’s leider oft, dass dies nicht funktioniert. Ich habe auch schon mit vielen verschiedenen Begleitern “experimentiert” – und jetzt klappt’s mit uns einfach bestens! Es muss – irgend jemand hat das mal gesagt – fast so sein wie in einer Ehe: Da wird gestritten, aber auch geliebt in eben diesem Sinne.

„Die Schweizer Sopranistin Franziska Andrea Heinzen trug mit leicht geführtem Sopran und klarer Diktion aus dem „Italienischen Liederbuch“ von Hugo Wolf vor, bevor sie in Liedern von Richard Strauss neben ihrem beeindruckenden Gestaltungsreichtum zeigte, zu welcher Größe ihre Stimme auch fähig ist.“ www.rwv-dortmund.de, Benedikt Kloester-Wachs, 1.2.2016

„Ein engagiertes Vokalensemble ist da unterwegs mit Robert Koller als Staatspräsident P, Catriona Bühler als Sektenführerin M, Daniel Bentz als ihrem Chefideologen A, Chasper-Curò Mani als Medienboss B sowie Franziska Andrea Heinzen als Creative Designerin C. Und diese letzte Figur ist es schliesslich, durch die sich das Stück eigentlich erst richtig entfaltet. Anfangs erlebt man sie in einer untergeordneten administrativen Rolle beim Medienkonzern. Durch ihre einstige Liebe zu A jedoch kommen Gefühle ins Spiel, die das Intrigenspiel von B durchkreuzen. Ihre Auseinandersetzung mit M im vierten und letzten Akt ist der Höhepunkt des knapp zweistündigen Werks. Wenn C (Franziska Heinzen) dort M bedrängt, gerät ihr Gesang ins Stocken und bricht dann umso heftiger hervor: Die Töne werden zu tötenden Pfeilen. Das ist grandios. Hier zeigt sich, wie sehr Mouthon aus der Stimme, aus ihrer Körperlichkeit heraus komponiert. Tatsächlich: das «Kraftwerk der Leidenschaften» ist, unerwartet gerade an diesem Ort, von enormer Wirkung.“ Schweizer Musikzeitung, Thomas Meyer, 10.2015

„Hochengagiert sind die Sänger unterwegs. Herausragend als Mozart-Stimme: Franziska Andrea Heinzen als warmherziger, redlicher Annio mit ihrem feinen reinen Mezzosopran. … Wunderbar das Duett Annio/Sesto „Deh prendi un dolce amplesso.“ Premierenkritik aus Volksfreund