FRÜHLINGSDUFT (2020): Mit dem Frühling verbinden sich Liebe und ungetrübte Freude, während der Mond auf die Sehnsucht und sein Schatten auf die Kehrseite des Glücks hindeuten. Mit einem hochromantischen Liederabend von Robert SCHUMANN, Edvard GRIEG bis Richard STRAUSS exaltierenden Liedkompositionen werden die Gefühle und Regungen bis aufs Tiefste und Innerste geschürt.

LES SIX. RELOADED (2020): 1920 entstand in Paris der Klavier-Zyklus „L’album des Six“, zu dem die sechs avantgardistische Komponisten AURIC, Arthur HONEGGER und DUREY sowie MILHAUD, Françis POULENC und TAILLEFERRE jeweils ein Werk beigesteuert haben. Die Musik der „Six“ ist damals wie heute eine musikalische Kuriosität, die es wieder zu entdecken gilt: Denn die Zwischenkriegszeit, les années folles, inspirierten Künstler zu avantgardistischen Preziosen, dadaistischer Experimenten und goldener Verschmelzung der Genres, dessen Ideenvielfalt nicht reicher sein könnte und bis heute an Faszination nicht eingebüsst haben. Der Liederabend zum 100jährigen Jubiläums dieser Trouvaille verspricht ein ungewöhnliches Feuerwerk an eigenwilligen Klängen, kuriosen Texten und theatralischen Momenten, bei dem eine große Prise musikalischer und literarischer Humor, ein Quäntchen Parodie und ein ironisches Augenzwinkern nicht fehlen wird.

(DES-)ILLUSIONEN. VOM FIN DE SIÈCLE IN DIE NEUE WELT (2020): Das Liedprogramm (Des-)Illusionen erzählt von Utopien rund um die vorletzte Jahrhundertwende: Von einem exotischen Anderswo, von Phantasien, Sehnsüchten, ewiger Liebe, dem „promised land“, das sich doch wieder in sich selbst auflöst. Von Illusionen und unbekannten (Seelen-)Landschaften, die auch noch heute zum Träumen, Fragen und Nachdenken über unser inneres und äusseres Exil anregen. Von Claude DEBUSSY, Maurice RAVEL bis Kurt WEILL, Hans EISLER und Arnold SCHÖNBERG.

KOMPONISTINNEN: ZIERDE ODER MEISTERIN? (2019): Clara SCHUMANNS 200. Geburtstag lädt zum Innehalten ein: Bis heute stehen Komponistinnen oftmals im Schatten ihrer männlichen Kollegen. Der Liederabend mit rund 20 Komponistinnen von Clara SCHUMANN, Alma MAHLER bis Isabel MUNDRY und Juliana HALL erzählen gemeinsam von (gebrochener) Liebe, Einsamkeit, Trauer, Zweifel und kleinen Glücksmomenten. Dabei geht es weder um Feminismus noch Gendertrend, sondern um das (Wieder-)Entdecken versteckter Meisterinnen, die sich oftmals nur unter dem zierenden Deckmantel vornehmhaften Dilettantismus ihrer Kunst eröffnen konnten.

KENNST DU SIE WOHL? KLANGSPEKTREN VON SCHUBERT BIS RIHM (2019): Und ewig lockt das Weib. Dieser dem modernen und zeitgenössischen Kunstlied gewidmete Konzertabend zeigt auf, dass sich die Komponisten unserer Zeit gerne auf uralte Fragen einlassen und durch ihre Musik mit teilweise ungewöhnlichem Stimmeinsatz erhellende, erfrischend neue klangliche Antworten finden. Das Programm erzählt von mystisch weiblichen Welten, deren Rätselhaftigkeit das männliche Geschlecht in Gestalt von Wolfgang RIHM, Alexander MUNO, Franz SCHUBERT oder Hugo WOLF, Arnold SCHÖNBERG, Richard STRAUSS und Manuela KERER immer wieder neu inspiriert.

ALTE WEISEN – NEU ENTDECKT. HOMMAGE AN DEN SCHWEIZER DICHTER G. KELLER (2019): Gottfried KELLER gilt als der Schweizer Export-Dichter für das Kunstlied: Sowohl Schweizer als auch internationale Komponisten ließen sich von seiner Dichtkunst begeistern und zu manch verzückend-pointierten Liedzyklus inspirieren. Im Liederabend treffen neben Werken von Hans SOMMER und Felix WEINGARTNER Kellers Naturbetrachtungen in Klängen des Schweizers Othmar SCHOECK auf Hans PFITZNERS und Hugo WOLFS Interpretationen Kellers Alten Weisen.

TRAUMGEKRÖNT. HOMMAGE À RILKE (2018/2019): Eine Welt für sich, traumgekrönt: Rainer Maria RILKES Ausformulierung des Todes- und Lebensgedankes und Transzendalität inspirierten ein gesamtes Jahrhundert bis in die Zeitgenössische Musik zu hoch emotionalen, kongenialen musikalischen Kunstwerken. Mit Werken von Alma MAHLER, Leonard BERNSTEIN, Samuel BARBER, Dora PEJACEVIC, Paul HINDEMITH oder Aribert REIMANN werden die Zuhörer in eine Welt voll Poesie und Liebesdrängen, aber auch Seelenabgründe entführt.

DEBUSSY/BERNSTEIN. CELEBRATING WITH FRIENDS (2018): Ein Liederabend zum 100. Todestag DEBUSSYS sowie zum 100. Geburtstag BERNSTEINS. DEBUSSY erneuerte mit seinen fremdartigen, sphärischen Klängen die Musik, BERNSTEIN als Personalunion eines Komponisten mit Broadway-Erfolg, Musikvermittler und Dirigenten. Die zwei Jubliare feiern wir musikalisch jeweils mit ihren engsten Künstlerfreunden: Erik SATIE, André CAPLET und Igor STRAVINSKY winden DEBUSSY ein Kränzchen, BERNSTEINS erst ernste, dann humorvolle Lieder bis hin zu Kochrezeptvertonungen erklingen zwischen Werken von Samuel BARBER.

SCHUBERT. GOETHE UND DIE EMPFINDSAMEN DICHTER (2018): Das Konzertprogramm führt von der heiteren Leichtigkeit des Frühlings über das liebliches „Äugeln“ eines verliebten, liebenden und brennenden Herzens in die Betrachtungen der schönen (nächtlichen) Natur. In den Liedern der Mignon scheinen sich dann all diese Gefühle und Erlebnisse zu verweben und in musikalischer Reinform zu verdichten. Die Gegenüberstellung zweier Dichterströmungen, namentlich den empfindsamen Dichtern und J. W. Goethe versus eines Komponisten, dem Liedermeister Franz SCHUBERT, lässt uns voll und ganz in ihre eigenen poetischen Welten eintauchen.

RHEINISCHER LIEBESZAUBER (2017): Der Rhein, die Loreley. Scheinbar ewig begleiten sagenumwobene Geschichten und schaurig-schöne Mären von Nixen und Sirenen das Bild des großartigen Stroms. Im Mittelpunkt des Liederabends steht dabei eines der prominentesten Musikerpaare Düsseldorfs und der Musikgeschichte: Clara und Robert SCHUMANN, Ehepaar und beide hervorragende Komponisten, die sich gegenseitig in ihrem Schaffen inspirierten. Das Publikum wird auf eine Reise zwischen Glückseligkeit, Liebeszauber und Liebesbangen entführt – und so manche Wassernixe und Meerfee hüpft zwischendurch aus dem Wasser.

ZWISCHEN OST UND WEST, RAUM UND ZEIT (2017): Ein Liederabend mit Werken des Liedermeisters Franz SCHUBERT bis hin zu exotischen, zeitgenössischen Klängen: Seit jeher dient das Anderswo in Lyrik und Musik als Antipode zur poetischen Gestaltung räumlicher und seelischer Distanzen. So erklingt in diesem Liedrezital der Ostwind als Botschafter der Liebe, Raum und Zeit werden überwunden. Und steht gleichzeitig für die heimliche (Brief-)Liebschaft zwischen Wolfgang von GOETHE und Marianne von WILLEMER.

Liedduo © Maren Schäfer 2017