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Die Schweizer Sopranistin Franziska Andrea Heinzen debütierte 2015 am Theater Trier als „herausragende Mozartstimme“ in der Rolle des Annio (La clemenza di Tito), den sie 2017 am Theater Ulm als Einspringerin wiederaufleben ließ. Am Theater Hagen wurde sie kurzfristig als Cover für Mozarts Susanna (Le nozze di Figaro) engagiert. Des weiteren war sie u.a. in der Rolle der Creative Director der Opern-Uraufführung „Liquid Crystal Display“ (Zürich 2015) sowie bis 2015 im lyrischen Mezzosopranfach als Ruggiero (Alcina), Idamante (Idomeneo) und Isolier (Le comte Ory) zu erleben. Künftig wendet sie sich Frauencharakteren wie Liù (Turandot), Fiordiligi (Così fan tutte) oder Frau Fluth (Die lustigen Weiber von Windsor) zu.

Heinzens äusserst vielseitiges Konzert-Repertoire spannt sich von Monteverdis Marienvesper über klassische Werke wie Mozarts c-moll Messe oder Haydns Schöpfung bis bin zur Moderne und zeitgenössischer Musik mit Bergs 7 frühen Liedern, Mahlers 4. Symphonie oder kammermusikalischen Werken bis in die zeitgenössische Musik zu. Sie arbeitete mit zahlreichen Orchestern wie dem Ensemble Recherche, den Bergischen Symphonikern, dem Beethoven Academy Orchestra, dem Orchestre de chambre fribourgeois sowie der Camerata Schweiz zusammen.

Fasziniert von der dichten Verwebung zwischen Musik und Lyrik, neugierig auf ein breites stilistisches Spektrum sowie künstlerisch befreit in der Programmation von Liederabenden widmet sie sich seit 2016 intensiv dem Kunstlied. Zusammen mit dem deutsch-britisch-polnischen Pianisten Benjamin Malcolm Mead begeistert sie als Liedduo mittlerweile ein Publikum durch halb Europa: Im Rahmen des Düsseldorf Festivals 2017 erklang während einer Schifffahrt ein „Rheinischer Liebeszauber“, Vertonungen Goethes und den empfindsamen Dichtern waren Leitgedanke ihres Debüts am Schubertzyklus Schubertiada a Vilabertran in Barcelona 2018. In der Kölner Konzertreihe „Im Zentrum Lied erklang 2019 ein zeitgenössischer Liederabend. Ebenso 2019 zeigte das Liedduo das Schaffen von 20 Komponistinnen von der Romantik bis in die zeitgenössische Musik rund um den 200. Geburtstag von Clara Schumann am Schumannfest in Düsseldorf sowie am Rhonefestival für Liedkunst in der Schweiz. Dieses Rezital – wie auch ihr Rilke-Rezital 2018 – wurde vom Schweizer Radio SRF 2 Kultur ausgestrahlt; letzteres von BBC Radio 3 in England weiterverbreitet.

Franziska Andrea Heinzen studierte an den Musikhochschulen von Zürich und Düsseldorf. Ihre Ausbildung schloss sie nach einem Pädagogik-Master sowie einem Opern-Master im Frühjahr 2016 mit dem Konzertexamen mit Auszeichnung bei Jeanne Piland ab. Meisterkurse bei  Hedwig Fassbender, Krisztina Laki, Renée Morloc und Christiane Iven sowie Liedspezifische Meisterkurse u.a. bei Wolfram Rieger, Ulrich Eisenlohr, Malcolm Martineau und Hartmut Höll vervollständigen ihre Ausbildung. Eine enge Zusammenarbeit verbindet sie seit 2018 mit Konrad Jarnot.

Sie ist Britten-Pears Young Artist, Stipendiatin des Richard Wagner Verbands Dortmund, der Madeleine Dubuis Stiftung sowie MusikPro des Kantons Wallis. 2017 erhielt sie den Kulturförderpreis des Kantons Wallis sowie als Liedduo den Kulturförderpreis der Landeshauptstadt Düsseldorf. Während des Studiums sang Franziska mehrere Jahre im Kammerchor Stuttgart, seit 2018 ist sie freie Mitarbeiterin des SWR Vokalensembles. Ihr Interesse an den Künsten – und somit am Menschen und dessen sozialästhetische Geschichte – stillte sie parallel zu ihrer Konzerttätigkeit durch ein Kunstgeschichts-Studium an den Universitäten von Zürich und Düsseldorf (M.A. 2016). 2017 gründete sie das Rhonefestival für Liedkunst in ihrer Heimatstadt Brig. Franziska Andrea Heinzen lebt und arbeitet in Brig/Zürich und Düsseldorf.

WIE ALLES BEGANN
Als Tochter eines geigenden Mediziners und einer Medizin interessierten Organistin, Chordirigentin und Klavierpädagoging war Franziska stets mit Musik von Bach bis Comedian Harmonists umgeben. Sie begann sehr jung mit dem Violoncellospiel, das sie in diversen Orchestern und Streichquartett bis zum Abitur pflegte. Früh begeisterte sie sich für das Singen im Kinderchor, später im Schweizer Jugendchor und dem Oberwalliser Vokalensemble. Und doch wollte sie erst Medizin studieren… Aber ein Konzert mit Orchester riß sie endgültig in den Bann der Musik!

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